Ein modernes Fortbewegungsmittel

Ja, so was gab es wirklich mal...

Nachdem ich am 06. April 1978 in Meiningen geboren wurde, wartete ich die nächsten 12 Jahre darauf, meine ersten Computererfahrungen am KC-85/C sammeln zu können. Damit es mir bei der ganzen Warterei nicht zu langweilig wird, hatte ich beim Klapperstorch noch 3 Geschwister bestellt, wobei mein Bruder aber etwas spät geliefert wurde - der erste Computer war schneller.

Nach einigen Lektionen Basics auf dem KC in einer AG (Arbeitsgemeinschaft; ein Grundlehrgang in Elektronik war als "Pflichtfach" eingebunden) bekam ich 1991 einen gebrauchten Robotron PC 1715 (Technische Daten: zwei 5 1/4 Diskettenlaufwerke, Grün-Schwarz-Monitor, der nur Text in ca. 25 Zeilen mit jeweils 1 mm Abstand zwischen zwei Zeilen darstellen konnte) geschenkt. Auf diesem PC experimentierte ich etwas mit Redabas (DDR-dBase) rum und versuchte mich in den verschiedensten Arten Disketten zu formatieren (ich hatte nur einige handgeschriebene Notizen meiner Mutter als "Handbuch"). Natürlich gab es auch für solch ein Wunderwerk der modernen sozialistischen Technik Spiele wie z.B. Ladderman, mit welchen ich ausgiebig "arbeitete".

Im Schuljahr 1992 / 93 hatte ich im Informatikunterricht der Schule ein Wiedersehen mit dem KC-85/C - jetzt behaupte nochmal einer die Schulen hätten früher keine Computer gehabt. Sehr lange schienen die Rechner aber noch nicht vorhanden gewesen zu sein - jedenfalls habe ich dem Lehrer erklären müssen, wie man ein in Maschinensprache (Assembler) geschriebenes Programm (natürlich Spiel) laden und vor allem wieder auf Kassette speichern kann. Nachdem die KC's im folgenden Schuljahr gegen "modernere" PCs (8086 mit 8 MHz und - wenn ich mich nicht täusche - ein oder zwei 286-iger) getauscht wurden, konnte ich einen der alten KCs für mich ergattern.

Von meinem Konfirmationsgeld kaufte ich mir im April 1993 einen 386 DX 40 mit stolzen 4 MB Ram, einer 512 KB VGA-Karte und einer HDD mit gigantischen 104 MB Speicherplatz (Datenübertragungsrade beim Schreiben ca. 512 KB/sek). Im folgenden Sommer las ich mir das 5 cm dicke Handbuch zu MS-Dos zwei mal durch und stürzte mich anschließend in die Batchprogrammierung.

Meine diesbezüglichen Möglichkeiten erweiterten sich bald darauf drastisch, als ich auf einer CD (ja, ich hatte mir im Anflug plötzlichen Reichtums ein Singlespeed CD-ROM-Laufwerk geleistet!) den COMMAND.COM-Ersatz 4DOS fand. In meiner besten Zeit habe ich mal im Auftrag der Berufsschule einen Tipptrainer (Maschineschreiben) als Batchdatei geschrieben; ungelöst blieb damals nur das Problem mit der %-Taste, da diese für DOS-Variablen reserviert war.

Nachdem ich sehr lange DOS (nicht MS-DOS!) treugeblieben war, wandte ich mich nach meinem Umstieg auf Win 9x Mitte 1998 der Delphiprogrammierung zu. Einige meiner kleineren Programme können Sie sich unter der Rubrik Download gerne ansehen.

Von August 1999 bis Sommer 2005 war ich in der Computer Service GmbH in Erfurt beschäftigt, wo meine Kollegen und ich den Computersupport für externe Firmen und auch Endkunden (Lieschen Müller, die sich bei XXX einen Computer gekauft hat und sich nun wundert, warum das Fußpedal (gemeint ist natürlich die Maus) nicht funktioniert) übernahmen. In diesem Beruf beschäftige ich mich hauptsächlich mit MS-Produkten sowie Lotus Notes auch deren Administration.

Da ich mich in meiner Freizeit gerne mit Rollen- oder auch Strategiespielen beschäftige, habe ich mich zur Unterstützung bestimmter komplexer Aufgaben (wie z.B. der Charakterentwicklung) intensive mit Microsoft Office beschäftigt und u.a. für Morrowind oder Wizardry 8 komplexe Übersichts- und Auswertungstabellen in Excel erstellt. Diese Tabellen sowie diverses von mir erstellte Material für andere Spiele ist in der entsprechenden Rubrik zu finden.

Einige Zeit lang war ich als Programmierer und Regelersteller an der Entwicklung des als Fanprojekt konzipierten Rollenspieles Mox beteiligt. Da dieses Projekt aus verschiedenen Gründen nicht vorankam und schließlich eingestellt wurde, zog ich mich daraus zurück und schloß mich im September 2004 dem WoG-Entwicklungsteam als Scripter an.

WoG oder "In the Wake of Gods" ist ein hervorragendes von Fans entwickeltes Addon für das Strategiespiel Heroes of Might and Magic III (HoMM 3), welches momentan (Stand Mai 2006) in der Version 3.58f vorliegt, nachdem aber nun inzwischen bereits einige neue Spielversionen vorliegen, nicht mehr weiterentwickelt wird.

Im Sommer 2005 spendierte mir die Firma Ehrhardt & Partner in Boppard-Buchholz einen 3wöchigen COBOL-Kurs. Die dort erworbenen Fähigkeiten kamen mir 3 Monate später (die E&P hatte ich während der Probezeit wieder verlassen) in der Koblenzer Firma prosozial zugute, wo ich dann 6 als Programmierer für Cobol, VBA (Access) und SQL beschäftigt war, bevor ich zur Firma Konzeptum wechselte, um dort meine Delphi- und SQL-Kenntnisse auszubauen.

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